»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

Exkursion nach Hanau: Auseinandersetzung mit Rassismus und Erinnerungskultur

Im Rahmen der Projektwoche, in der sich eine Gruppe mit der Aufarbeitung der rassistischen Morde in Hanau im Jahr 2020 beschäftigt hat, unternahmen wir eine Exkursion nach Hanau. Vor Ort trafen wir die Autoren Ҫetin Gültekin und Mutlu Koçak, die sich seit dem Anschlag intensiv für Aufklärung, Erinnerung und den Kampf gegen Rassismus engagieren.

Gemeinsam mit der ‚Initiative 19. Februar‘ besuchten wir die Tatorte und setzten uns mit den Hintergründen, den Umständen sowie den Folgen der Morde auseinander. Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern einen eindrücklichen und bewegenden Einblick in die realen Auswirkungen rassistischer Gewalt. Besonders prägend waren die persönlichen Schilderungen von Ҫetin Gültekin, der bei dem Anschlag seinen Bruder Gökhan Gültekin verlor und aus der Perspektive eines Angehörigen von den Ereignissen und deren Folgen berichtete.

Im Austausch mit den Autoren wurde deutlich, wie wichtig Erinnerung, gesellschaftliche Verantwortung und aktives Engagement gegen Diskriminierung sind. Ҫetin Gültekin und Mutlu Koçak, die gemeinsam das Buch „Geboren, Aufgewachsen und Ermordet in Deutschland“ verfasst haben, leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

Wir danken Ҫetin Gültekin und Mutlu Koçak herzlich für die Begegnung und ihre Offenheit. Unser besonderer Dank gilt außerdem ‚Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden‘ für die Organisation und Begleitung der Projektwoche sowie ‚Demokratie leben in Wiesbaden‘ für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

 

Jörn Bollinger und Nils Kohlhaas

Erstellt am 26. Juni 2026
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