»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

20.-22.3.26: Umgang mit der Komplexität des Lebens - Ein Retreat mit Kolleg/innen der CvO zur Selbstreflexion und zum Krafttanken, angeboten vom Schulseelsorger

In einer Zeit zunehmender Anforderungen, permanenter Erreichbarkeit und wachsender Entscheidungsdichte wird es immer wichtiger, bewusst innezuhalten, Orientierung zu finden und die eigene innere Stabilität zu stärken. Im beruflichen Alltag erleben wir regelmäßig komplexe Situationen, die schnelles Handeln, Empathie und zugleich strategisches Denken erfordern. Dabei wird deutlich, dass fachliche Kompetenz allein nicht ausreicht – entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur bewussten Steuerung der eigenen Ressourcen und zum konstruktiven Umgang mit Unsicherheit und Ambivalenz. Nachhaltige Professionalität kann nur dann gelingen, wenn sie auf einer stabilen inneren Haltung gründet.
Das Retreat, das am vergangenen Wochenende (20.-22.03.2026) in der Jugendherberge Bingen stattfand und von Schulpfarrer und Schulseelsorger Stephan Da Re geleitet wurde, bot die Möglichkeit, Abstand vom Alltag zu gewinnen und die eigene Rolle, die eigenen Werte und die eigenen Prioritäten neu zu betrachten. Es ging darum, die eigenen persönlichen Kraftquellen bewusster wahrzunehmen, innere Klarheit zu vertiefen und Strategien zu entwickeln, die einen selbst langfristig handlungsfähig und ausgeglichen bleiben lassen.
Die Fähigkeit, mit Komplexität konstruktiv umzugehen, ist eine zentrale Zukunftskompetenz – sowohl individuell als auch im Teamkontext. Die von der Hessischen Lehrkräfteakademie akkreditierte Fortbildung war ein Beitrag, die eigene persönliche und professionelle Entwicklung weiter voranzutreiben. Die Teilnahme an diesem Retreat war nicht nur eine Auszeit, sondern eine Investition in nachhaltige Handlungsfähigkeit, Klarheit und innere Stärke. Neben Impulsen, Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit hatten die Teilnehmer/innen viel Raum zur persönlichen Reflexion. Ein Ausflug in den Tierpark Rheinböllen, die abendlichen Bibliologe und die Erarbeitung einer persönlichen Zukunftsstrategie („Sweetspot“) rundeten das Programm ab. Mit vielen guten Worten, die sich die Teilnehmer/innen in einer Abschlussrunde geschenkt haben, und positiven Rückenbotschaften ging die Veranstaltung zu Ende. Alle waren sich einig: Es sollte eine Fortsetzung geben.

Erstellt am 23. März 2026
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