»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«
Schulleiter Niko Lamprecht war aus diesem Anlass am 18.3. in Bonn, um für den VGD (www.geschichtslehrerverband.de) bei einer Veranstaltung im Haus der Geschichte (HdG) mitzuwirken, bei der das HdG, das ZDF und die Initiative "Orte der Demokratiegeschichte" zusammenwirkten. Der mit dem Thema verbundene und dort in Auszügen wieder gezeigte ZDF-Film "Stationen der Freiheit" wurde für die von ca. 170 Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften besuchte Veranstaltung als Header benutzt und mit Videoauszügen zu Demokratieorten (z.B. Hambacher Schloss) verknüpft. Bezugspunkt: Bundespräsident Steinmeier forcierte die Begründung eines "Tags der Demokratiegeschichte", der an verschiedene Knotenpunkte der Geschichte erinnert (s. https://tag-der-demokratie-geschichte.de/#ueber) und 2026 wieder an vielen Orten Veranstaltungen anbot.
Die Nachmittagsveranstaltung wurde von Mirko Drotschmann ("MrWissen2go") moderiert, der zuvor für etliche Selfies herhalten musste. Bei der Veranstaltung selbst wirkten als Impulsgeber Stefan Brauburger (Leiter Redaktion Zeitgeschichte beim ZDF), David Barth (Stiftung Orte der Demokratiegeschichte) und Niko Lamprecht mit. Letzterer erläuterte die Lehrkraftperspektive auf Exkursionen und Erinnerungsorte, die "als Sahnehäubchen" und wichtige Unterrichtsergänzung anzusehen seien, aber durchaus Organisationsaufwand bedeuten. Er nannte auch Beispiele aus der gelebten Praxis der eigenen Schule, z.B. die Verdunexkursion oder Fahrten nach Buchenwald. Der VGD wünscht sich hierfür möglichst bundesweit eine Bürokratieentlastung und ein einheitliches Fördersystem, damit Schulen proaktiv ein Budget erhalten, aus dem dann - ohne viele Anträge, Finanzengpässe etc. - gewollte Gedenkstättenbesuche oder historisch-politische Exkursionen bedient werden können. Die Schülerschaft rief er auf, dem Thema Demokratiegeschichte Aufmerksamkeit zu widmen: "Ihr seid die Zukunft in unsicheren Zeiten, nutzt geschichtliche Orte dieser Art, überprüft Eure eigene Verortung und den Wert von Demokratie!" Markus Rindt wiederum trat als Zeitzeuge der DDR-Wendezeit auf und konnte authentisch von seiner Flucht aus der DDR über die Prager Botschaft im Oktober 1989 berichten: "Ich wollte nur Freiheit, alles andere war mir egal".
Näheres zu der ZDF-Initiative s. https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/zdf-plant-doku-projekt-zu-orten-der-deutschen-demokratiegeschichte
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