»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«
Schülerinnen und Schüler denken über gelingendes Leben nach
„Schule und was dann …?!
Bericht von Stephan Da Re
Den eigenen Lebensträumen und
Lebenszielen auf der Spur“, lautete das Thema der diesjährigen Tage der Orientierung, an der Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q3 (12./13. Klasse) der Carl-von-Ossietzky-Schule teilgenommen haben.
Der beschleunigte Wandel und die Komplexität unserer Welt und unseres Lebens verunsichern, irritieren und machen
Orientierung immer schwieriger. So sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung von Uta Richter (Oberstudienrätin) und Stephan Da Re, der als Schulpfarrer und Schulseelsorger an der Schule tätig ist, nicht nur den eigenen Lebensträumen und Lebenszielen, sondern auch den eigenen Zukunftsängsten und den von außen herangetragenen Rollenerwartungen nachgegangen und haben Ideen entwickelt, wie man mit Veränderungen und Lebensbrüchen umgehen kann. Das Selbstwertgefühl und die Bereitschaft, das eigene Leben „trotz allem“ aktiv zu gestalten, sollten gestärkt werden. Jede und jeder sollte Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
gewinnen, aber auch die eigenen Schwächen akzeptieren können und den Wert von gegenseitiger Unterstützung erfahren. So wurden u.a. fiktive Lebensläufe gebastelt, Ideen im Blick auf das eigene Leben in 10 Jahren entwickelt, nach der Bedeutung von Glück gefragt, mögliche Krisen und der eigene Umgang mit ihnen thematisiert, biblische Texte bibliologisch erschlossen und Stilleübungen praktiziert.
Tagungsort war zum zweiten Mal die Abtei Marienstatt, in der die Gruppe an den Klostergebeten (auf Latein) teilgenommen hat, eine Führung durch das Kloster erlebte, Gelegenheit zu einem Gespräch mit Pater Augustinus hatte, am Thema arbeitete, wanderte und Zeit für sich selbst geboten bekam. Die gemeinsamen Mahlzeiten und Spieleabende rundeten das Programm ab. Am Ende waren sich alle einig, dass es sich um eine rundum gelungene Veranstaltung handelte, die neue Perspektiven auf das eigene Leben bot und Ideen für die Gestaltung des eigenen Lebens jenseits der Schule vermittelte.