»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

22.9.25: Eröffnung der „Woche der Demokratie“ für Klarenthal an der CvO

Die Carl-von-Ossietzky-Schule bot den Ort für die eröffnende Veranstaltung mit zwei Schülern aus dem Friedrich-Engels-Gymnasium Senftenberg, die mit ihrer Lehrkraft Frau Wegner eine Lesung mit anschließender Diskussion bestritten. Anton und Florian lasen Beiträge aus einem Buch, welches aus ihren Geschichtskursen heraus entstand und sich gegen extremistische Haltungen wendete. Der Jahrgang Q1 hörte gespannt zu, die nachfolgenden Fragen und Statements gingen von nachdenklichen („so etwas gibt es auch bei uns, schönen Gruß an den Jahrgang“) bis zu kämpferischen („da muss man sich einfach engagieren und gegenhalten“) Haltungen – jedenfalls zeigte sich eine hohe Aufmerksamkeit. Wichtig auch die Nachfrage, ob man nur gegen „Extremismus von rechts“ arbeite, die Antwort lautete, dass in Senftenberg der „rechte Druck“ eben besonders stark sei. Demokratieverächter seien aber auch im linksextremen Bereich zu finden.
Oberbürgermeister Mende hatte die Veranstaltung eröffnet und zu politischem Engagement aufgerufen sowie der CvO als „geeignetem Ort für diese Veranstaltung“ für die Gastfreundschaft gedankt.
Schulleiter Niko Lamprecht brachte in einem kurzen Eingangsstatement ein Zitat von Carl von Ossietzky und forderte den Jahrgang auf, „nicht wegzuschauen“ und Teilhabemöglichkeiten zu nutzen, an der Schule und anderswo.
 
Hier das Zitat:
„Wo die Männer versagen, da ruft man nach dem Mann. Der Fascismus, der überall anders, überall in neuer nationaler Vermummung auftritt, weist in allen Ländern diesen einen gemeinsamen Wesenszug auf:
die Sehnsucht nach dem Diktator. Die erschlafften Völker suchen nach einem Hirn, welches für sie denkt, nach einem Rücken, der für sie trägt.“
(Carl-von-Ossietzky: Weltreaktion – Ihr Unsinn und ihr Sinn, in: Berliner Volks-Zeitung, 13. Mai 1923)
 

Fotos Gölz/CvO


   
 
 
 

Erstellt am 23. September 2025
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