»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«
Vor einiger Zeit wurde im Q3-Leistungskurs Ev. Religion an der CvO die Idee geboren, gemeinsam das Museum Wiesbaden zu besuchen. Gesagt, getan. Und so war eine kleine Gruppe um Stephan Da Re am vergangenen Samstag (06.09.) zwei Stunden lang in ausgewählten Abteilungen unterwegs und hat die zahlreichen Exponate auf sich wirken lassen.
Die Teilnehmenden haben erfahren, dass die Natur immer im Wandel ist, was z.B. in der Entwicklung der Kontinente, der Metamorphose von Schmetterlingen, der Formenvielfalt von Mineralien und in der Evolution zum Ausdruck kommt. In der Studienausstellung „Max und mini“ war die Gruppe tierischen Rekorden auf der Spur, im Raum „Farbe“ haben die Teilnehmenden erfahren, dass der Mensch seit 55.000 Jahren Farbe nutzt, die er aus Tieren und Pflanzen gewinnt, und die bei Tieren als Kommunikationsmittel zum Tarnen, Täuschen, Werben und Warnen dient. Dass die Evolution immer neue Antworten auf die Anforderungen des Lebens hervorbringt, war Thema im Raum „Form“ (die Form folgt der Funktion). Zu guter Letzt wurde noch den Alten Meistern mit ihren Werken aus der Zeit vom 12.-18. Jh. ein Besuch abgestattet und Erkenntnisse über die Biene in Natur und Kulturgeschichte sowie die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Biene eingeholt.
Es war ein schöner Vormittag mit der Erkenntnis, dass wir als Menschen eingebunden sind in eine Schöpfung, die wir als Christen „bebauen und bewahren“, d.h. verantwortlich gestalten sollen - nicht nur im eigenen Interesse, sondern im Interesse der nachfolgenden Generationen, die den gleichen Anspruch auf einen lebenswerten Planeten haben wie wir. Und: Wir sollten - nein, wir müssen - uns gegen jede Form der Wissenschaftsfeindlichkeit - egal woher sie kommt - vehement zur Wehr setzen. Bildung ist die beste Waffe gegen Hass, Intoleranz und Dummheit.